Den Begriff der fotografischen Malerei macht sich der 1968 in Gütersloh geborene Winfried Becker in seinen aktuellen Arbeiten auf unverwechselbare Weise zu Eigen. Wie der Fotograf und bildende Künstler hierzu ausführt, lässt sich aus der ursprünglichen Bedeutung heraus der Begriff der "Fotografie" auf sehr poetische Weise auch als "Lichtschrift" umschreiben. Somit erzählt jede seiner im Wunschbild Verlag gezeigten Arbeiten ihre eigene Geschichte als "Fotografische Malerei", die durch die Pinsel des Lichtes in malerischer Weise geschrieben wurde.
Basierend auf der Vorlage und Substanz eines Gemäldes mit all seinen Farbschichten, pastosen Aufträgen und Pigmentierungen bearbeitet Winfried Becker diese „Ausgangsmaterie“ fotografisch durch Vergrößerungen, Verzerrungen und kinetische Abläufe, welche die eigentliche Aura des gemalten Werkes auch im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit – frei nach Walter Benjamin – auf verblüffende Weise unberührt erscheinen lässt...